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Einführung

Die Gropiusstadt

Fehlendes Bild auf der Seite:Zeichnung: Mathias Beckmann, 2009
Zeichnung: Mathias Beckmann, 2009

Am südlichen Stadtrand von Berlin gelegen ist die Gropiusstadt ein eigenständiger Ortsteil von Berlin-Neukölln. 1958 war der Plan entstanden, die dichtbebauten Gründerzeitviertel von Neukölln zu „entkernen, d.h. Hinterhäuser abzureißen, damit mehr Licht, Luft und Sonne in den Stadtteil kommt. Die Bewohner der abgerissenen Häuser sollten umgesiedelt werden. Auf einer unbebauten Ackerfläche zwischen Britz, Buckow und Rudow sollte eine Groß-Wohnsiedlung entstehen. Ursprünglich hieß das geplante Wohngebiet Großsiedlung Berlin-Buckow-Rudow – Großsiedlung BBR. Der Architekt Walter Gropius mit seinem Architektenbüro The Architects Collaborative (TAC) wurde mit der Planung betraut. Der ursprüngliche Entwurf sah 14.500 Wohnungen vor.

Da 1961 die Mauer gebaut wurde und man sich nun baulich nicht weiter ausdehnen konnte, mussten die Baupläne verdichtet werden und wuchsen in die Höhe: Aus den ursprünglich geplanten 14.500 Wohnungen wurden 19.000 Wohneinheiten für mehr als 50.000 Menschen  - und entgegen den ursprünglichen Planungen von Walter Gropius- für wenige höchstens 14-geschossige Gebäude wurden viele bis zu 30-geschossige Mehrfamilienhäuser gebaut. Walter Gropius blieb bei der Fertigstellung der Gropiusstadt außen vor – seine Pläne wurden von Senats- und Wohnungsgesellschaften-Seite immer wieder von mehreren anderen Planern und Architekten verändert. Gropius äußerte sich vielfach kritisch und besorgt über die Abweichung von seinen Plänen, vor allem wurde sein durchgängiges Konzept nicht umgesetzt, sondern die Gropiusstadt wurde in vielen einzelnen, von unterschiedlichen Planern erdachten Teilkonzepten verwirklicht.

Trotz all dieser unterschiedlichen planerischen Interessen fand am 7. November 1962 in Buckow die Grundsteinlegung mit Walter Gropius statt - im Beisein von Willy Brandt, dem Regierenden Bürgermeister Berlins.

Walter Gropius starb 1969 noch vor Fertigstellung der Gropiusstadt 1975.
Und obwohl die endgültigen Pläne nicht mehr viel mit seinen Entwürfen zu tun haben, sind wesentliche Elemente enthalten, die den Stadtteil prägen und von anderen Großwohnsiedlungen unterscheiden. Auch deshalb heißt die Gropiusstadt nach ihrem berühmten Bauhaus-Architekten – er hat sie erdacht und ihr neben halbrunden Bauten und achitektonischer Moderne viel Grün mitgegeben.

35.532 Einwohner hat die Gropiusstadt heute. Und einen bestimmten Artikel. Jeder, der nur von Gropiusstadt spricht, outet sich als Zugezogener oder Besucher. Die Menschen, die hier leben, vor allem die „Ur“-Einwohner, die als erste hierher gezogen sind, als noch Bagger und Bauzäune das Panorama bestimmten, nennen die Gropiusstadt niemals ohne Artikel. Sie ist etwas Besonderes. Sie gehört zu Berlin, ist aber in sich geschlossen und einzigartig – DIE Gropiusstadt.

In der Gründungsurkunde der Gropiusstadt steht: „Die neue Siedlung wird in einer Zeit wachsen, in der die freien Menschen dieser Stadt und der westlichen Welt hier in Berlin und an den anderen Grenzen durch eine Mauer von Stein, Stacheldraht und Waffen voneinander getrennt leben müssen. (…) Möge unsichtbar über diesen Wohnanlagen der alte Spruch stehen und das Leben der Bewohner erfüllen: concordia domi foris pax - Eintracht in den Häusern, den Plätzen Frieden.“

Ungethüm

Veranstaltungen

25.05.  18 Uhr
Himmelfahrstgottesdienst mit Gebärdenchor
Martin-Luther-King Kirche

26.05.  20 Uhr
Kabarett mit Rainer Schmidt
Dreieinigkeitskirche

27.05.  12 Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Reise"
Interkultureller Treffpunkt im Gemeinschaftshaus

27.05.  14 - 17 Uhr
Aktionstag mit Aktivitäten zum Mitmachen und einem Kindermusical
Gropiuspassagen

 

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