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Tag der Städtebauförderung 2018

Tag der Städtebauförderung am 5. Mai in der Gropiusstadt – Mehr Räume für Bewegung und Bildung

Das Image der Gropiusstadt ist schlechter als berechtigt. Der Stadtteil hat viele Qualitäten, die sich seit seiner Errichtung vor 60 Jahren erhalten haben. Diese Einschätzung des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Martin Hikel werden sicher viele Gropiusstädter teilen, denn neben den großzügigen Erholungs- und Grünflächen bietet der Stadtteil viele Fuß- und Radwege abseits der Straße und er ist verkehrlich gut angebunden. Dies sind die Grundlagen für ein neues Image der Gropiusstadt, wozu am Tag der Städtebauförderung, am 5. Mai 2018, an vielen Stellen materielle Beweise geliefert wurden.

Der seit zwanzig Jahren wegen eines großen technischen Reparaturbedarfs stillgelegte Brunnen an der Lipschitzallee soll wieder reaktiviert werden, Spiel- und Bolzplätze werden modernisiert und barrierefrei gestaltet, Parkwege verbreitert, Nistmöglichkeiten für Vögel geschaffen, ein Wegeleitsystem zur Orientierung konzipiert und neue Bewegungsangebote für Jedermann geschaffen. Grußworte und  Erläuterungen des Bezirksbürgermeisters Martin Hikel, der Bildungsstadträtin Karin Korte, des Stadtrats für Stadtentwicklung, Jochen Biedermann und des Bundestagsabgeordneten Dr. Fritz Felgentreu bildeten am 5. Mai den Auftakt. Bei bestem Wetter, kühlen Getränken und begleitet von der Live-Musik der SwingBoppers konnte sich über die anstehenden Entwicklungen informiert werden. Dass diese im Austausch mit den Bewohnern und Bewohnerinnen geplant werden sollen, ist an vielen Stellen deutlich gemacht worden.

Die Teilnehmer*innen konnten sich u.a. bei einem Info-Spaziergang von den Maßnahmenideen, die das Planungsbüro FugmannJanottaPartner entwickelt hat, überzeugen. Zur Umsetzung sind dem Bezirksamt Neukölln 1,75 Mio. Euro aus dem Förderprogramm Zukunft Stadtgrün bewilligt worden. Weitere Fördermittel werden beantragt, um die Aufenthaltsqualität auf Grünflächen zu erhöhen, die Wegebeziehungen zu verbessern und Barrieren zu beseitigen.

Am Mittag des 5. Mai wurde den Gästen in der Mensa der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg deutlich, welche Reichweite das dort am Bildungs-Campus ab 2019 entstehende Zentrum für Sprache und Bewegung haben wird. Dieses öffentlich zugängliche Bildungshaus wurde von der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, als Leuchtturm in der Bildungslandschaft Berlins mit großer städtebaulicher Bedeutung gelobt. Aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ wird das innovative Vorhaben mit 2,7 Mio. € gefördert - das einzige Projekt in Berlin, das in 2017 Mittel aus diesem Programm erhalten hat.  Weitere Mittel (ca. 3,2 Mio. €) sind vom Land Berlin ergänzend dazugekommen.

Die Architekten des Berliner Büros AFF haben den Wettbewerb unter zwei Dutzend Einreichungen gewonnen und ihr Konzept vorgestellt. Das Erdgeschoss des an der Ecke Fritz-Erler-Allee / Efeuweg zu bauenden Objekts ist sehr transparent, es gibt Blickbeziehungen auf den Schulhof und das Dach ist denen der benachbarten Einfamilienhäuser nicht ganz unähnlich. All dies soll dazu beitragen, dass das Zentrum für Sprache und Bewegung einen Übergang zwischen Schule und Stadtteil leistet.

Nicht nur der Schulleiter der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg, Reinald Fischer, sondern auch der Leiter der Volkshochschule Neukölln, Bernd Müller, freut sich auf das Zentrum für Sprache und Bewegung. Die VHS wird zukünftig der Betreiber des Zentrums sein und ein breites Angebot im Stadtteil schaffen. Wie die Kurse ausgerichtet sein sollen, will die VHS in nächster Zeit von Bewohnern und Bewohnerinnen erfahren, um möglichst passgenaue Angebote zu schaffen. Das Zentrum wird zudem ein Café enthalten, die Musikschule wird Interessantes bieten und ALBA Berlin möchte über das Basketballspielen hinaus Bewegungsangebote machen.

Ein Teil der Bewegungsangebote könnte zukünftig im direkten Umfeld des Bildungs-Campus genutzt werden. Dort sollen entsprechend des Masterplans 2 Bewegungsflächen fürs Fahrradfahren, Skaten und Inlinerfahren entstehen und diverse Geräte installiert werden, die zum Turnen, zu Kraftübungen und zum Entspannen einladen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung haben dem Planungsbüro Stefan Bernard Landschaftsarchitekten ihre Sicht auf die Vorschläge mitgeteilt und weitere Anregungen gegeben. Diese sind wichtig, da die Abstimmung des Masterplans 2 derzeit noch läuft und somit die Meinungen und Interessen berücksichtigt werden können.

Der Bedarf nach Kita-Plätzen ist bekanntlich groß, aber neben der Anzahl der Plätze ist auch die bauliche Qualität von Betreuungseinrichtungen wichtig. Ein Teil des Außengeländes der Kita an der Wutzkyallee 90 ist mit Mitteln der Sozialen Stadt so umgestaltet worden, dass ein pädagogisch zeitgemäßes Spielen und Entdecken nach den Bedürfnissen der Kinder möglich wird. Unter Anwesenheit der Bildungsstadträtin Karin Korte sind auf einem Rundgang mit der Kita-Leitung und der Landschaftsarchitektin die Ziele und die pädagogischen Ansprüche der Umgestaltung vorgestellt worden. 

IMPRESSIONEN

Fehlendes Bild auf der Seite:Bezirksbürgermeister Martin Hikel (auch rechts!) eröffnet den Tag der Staädtebauförderung am stillgelegten Brunnen am Lipschitzplatz
 Bezirksbürgermeister Martin Hikel (auch rechts!) eröffnet den Tag der Staädtebauförderung am stillgelegten Brunnen am Lipschitzplatz
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fotos: Ungethüm
 Fotos: Ungethüm

Veranstaltungen


Mi 19.12. ab 13 Uhr
Weihnachtsessen
Nachbarschaftstreff Waschhaus-Café
Eugen-Bolz-Kehre 12 12351 Berlin
Anmeldung bis zum 6.12. unter 30 36 14 12

Do. 20.12. 18 Uhr
Adventssingen mit den Kirchen und christlichen Chören der Gropiusstadt
Gropius-Passagen/ Atrium
Veranstaltet von der Evangelischen Kirche in der Gropiusstadt, Dreieinigkeit und der kath. Kirche St. Dominicus

Sa 24.12.  15 Uhr
Krippenspiel
Kirchengem. St. Dominicus
Lipschitzallee 74