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Neue Projektleitung im QM-Team: Heike Thöne
Kategorie: Nachrichten, Aktuelles, Interviews
Seit 1. August hat das Quartiersmanagement Lipschitzallee/Gropiusstadt eine neue Projektleitung. Heike Thöne von der S.T.E.R.N. GmbH löst Martin Vöcks im QM-Team ab. Damit die Gropiusstädter sich ein Bild von der neuen Quartiersmanagerin machen können, die in den nächsten Jahren die Entwicklung in unserem Stadtteil begleiten und natürlich voranbringen will, haben wir Ihr ein paar Fragen gestellt.
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Interview

Frau Thöne, wie sind Sie Quartiersmanagerin geworden? Erzählen Sie doch ein bisschen von Ihrem beruflichen Werdegang.

Eigentlich arbeite ich schon 15 Jahre in der sozialen Stadtentwicklung. Von der Ausbildung her bin ich Stadt- und Landschaftsplanerin, und habe über den baulichen Bereich bis hin zur Projektentwicklung und zum Projektmanagement eigentlich schon in allen Bereichen gearbeitet. Beispielsweise habe ich in Potsdam neun Jahre in Großsiedlungen gearbeitet, dort eher in der Wohnumfeldverbesserung – ich habe aber auch soziale Projekte konzipiert. Über meinen neuen Berufsstart bei der S.T.E.R.N.  GmbH bin ich in das Quartiersmanagement „reingerutscht“, habe dann in Moabit-West 3 Jahre als Quartiersmanagerin gearbeitet - auch als Projektleiterin - und habe dort viel Erfahrung in den unterschiedlichsten Bereichen gewonnen.

Welche Projekte haben denn  im QM-Gebiet Moabit-West am meisten bewirkt? Wie kann man einen Stadtteil am ehesten stabilisieren und voranbringen?

Also aus meiner Erfahrung gibt es drei Bereiche, die schwerpunktmäßig viel bewirken können: Zum einen die Arbeit im Bildungsbereich, da haben wir auch in Moabit sehr stark dran gearbeitet. Bildungsnetzwerkaufbau, Konzepte für die Schulen, Weiterbildung, Elternarbeit und die Aktivierung von Eltern – das waren unsere Schwerpunkte; Zum zweiten dann die Arbeit mit Menschen, die Ihre Erfahrungen und Kenntnisse dann an andere weitergeben - mit Migranten, wie zum Beispiel Stadtteilmüttern, die in Familien gehen, mit Elternlotsen, Kulturvermittlern und Sprachvermittlern. Und drittens die Bauprojekte, um, eben auch die baulichen Voraussetzungen für die sozialen Projekte zu schaffen und den Stadtteil positiv zu verändern.

Sie haben gerade erst angefangen, aber vielleicht können Sie uns trotzdem schon sagen, wie sie die Gropiusstadt einschätzen und wo sie zukünftige Entwicklungsschwerpunkte setzen möchten?

Ich denke, es ist wichtig, sich einmal anzuschauen, wie die Altbewohner die Veränderungen im Gebiet einschätzen und was sie sich für den Stadtteil wünschen. Insgesamt ist mir der Umgang mit der älteren Bevölkerung ein Anliegen - 'Wohnen im Alter' ist ein wichtiges Thema. Dann aber auch die Frage der Neuzuzügler, was sind das für Menschen, aus welchen gesellschaftlichen Zusammenhängen kommen sie. Das Zusammenwachsen dieser zwei Gruppen ist sicherlich ein Schwerpunkt in den nächsten Jahren.

Was mir auch sehr stark aufgefallen ist, ist die Frage des Wohnumfeldes, die Gestaltung von Höfen und Plätzen. Da kann man noch etwas tun, so dass ein bisschen mehr Leben hier in den Stadtteil kommt. Nachbarschaft ist auch ein wichtiges Thema, das Zusammenleben in den Mehrfamilienhäusern und nicht das Nebeneinanderher, die Förderung der Nachbarschaftseinrichtungen. So dass auch genutzt werden kann, was bereitgestellt wird.

Wichtig ist mir auch die Unterstützung der Bildungseinrichtungen und das Zusammenwachsen der Schulen und Kitas - da sind ja hier schon große Fortschritte gemacht worden. Das ist ein Thema, das mittlerweile nicht nur in der Gropiusstadt, sondern in allen Quartiersmanagement-Gebieten wichtig ist. Für diesen Stadtteil hat es aber eine große Bedeutung, weil die Frage nach dem Profil der Schule relevant ist für die Neuzuzügler.

Und natürlich Kultur - Ganz spannend finde ich das neue Projekt, das jetzt auf uns zukommt: In zwei Jahren die Festivitäten rund um das 50-jährige Bestehen der Gropiusstadt auszurichten. Hier geht es darum, auch die Bewohner mitzunehmen und sie zum mitmachen zu animieren, denn es ist ja vor allem ihr Fest. In diesem Zusammenhang werden wir auch noch einmal darauf schauen, was in den vergangenen 50 Jahren passiert ist. Was war damals geplant, was ist entstanden, und wo sind heute Entwicklungschancen, wo sind Probleme? Und es ist spannend, Altbewohner zu fragen, wie sie die 50 Jahre sehen und wo die Reise hingehen soll mit den Neubewohnern.

Aber es geht auch darum, die Gropiusstadt wieder mehr ins Blickfeld der Stadtentwicklung zu bringen, in den Blick von Gesamt-Berlin. Ich denke, die nächsten Jahre sind für die Entwicklung der Großsiedlungen entscheidend, denn da wird sich noch viel verändern, auch durch den Druck der steigenden Mieten in der Innenstadt. Und deswegen ist es sicherlich auch eine meiner Aufgaben, zu sagen, "Schaut auf die Gropiusstadt, was passiert hier", und daran mit zu arbeiten, dass es sich positiv weiterentwickeln kann.

Frau Thöne, vielen Dank für das Gespräch!

Interview:
U. Ungethüm







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Veranstaltungen


Mi 19.12. ab 13 Uhr
Weihnachtsessen
Nachbarschaftstreff Waschhaus-Café
Eugen-Bolz-Kehre 12 12351 Berlin
Anmeldung bis zum 6.12. unter 30 36 14 12

Do. 20.12. 18 Uhr
Adventssingen mit den Kirchen und christlichen Chören der Gropiusstadt
Gropius-Passagen/ Atrium
Veranstaltet von der Evangelischen Kirche in der Gropiusstadt, Dreieinigkeit und der kath. Kirche St. Dominicus

Sa 24.12.  15 Uhr
Krippenspiel
Kirchengem. St. Dominicus
Lipschitzallee 74